In der Naturheilkunde ist die gründliche Erhebung des Gesundheitszustandes von großer Bedeutung. Der Behandlungsansatz ist ganzheitlich angelegt, um mögliche Verbindungen und Ursachen für Gesundheitsstörungen zu ergründen.

Zu Beginn einer Behandlung steht die Diagnose. Dazu ist es mir wichtig, in einem ausführlichen Gespräch auch der Krankheitsursache auf den Grund zu gehen. Ihr Befinden ist hierbei wichtiger als ein Befund. In meiner Praxis kommen je nach Beschwerdebild verschiedene Verfahren zum Einsatz:

Die Bioelektrische Impendanz-Analyse ist eine elektrische Widerstandsmessung am menschlichen Körper. Durch je zwei Hautelektroden an der Hand und am Fuß wird ein elektrisches Wechselstromfeld erzeugt. Elektrolythaltiges Körperwasser leitet gut, während Körperfett als Isolator wirkt. Über die Widerstandsmessung kann ich die Körperzusammensetzung exakt messen und erhalte Auskunft über den Stoffwechsel und Ernährungszustand meiner Patienten.
Erstellen Sie sich ein Urin-pH-Tagesprofil. Dazu messen Sie jeweils vor und nach den Mahlzeiten den pH-Wert Ihres Urins mit einem Indikatorpapier, das Sie in jeder Apotheke bekommen können. Notieren Sie sich jeweils, was Sie gegessen und getrunken haben und ob Sie die Mahlzeit im stressigen oder gemütlichen Rahmen zu sich genommen haben. Am Ende des Tages haben Sie 5 bis 6 Messwerte, die Sie auf einem Blatt zu einer Kurve verbinden. Je lebendiger diese Kurve ist (je öfter sie hoch oder runter geht), um so besser steht es um Ihren Säure-Basen-Haushalt.
Sie ist keine übliche medizinisch-diagnostische Methode, weil das Ergebnis bzw. die Interpretation keinen direkten Hinweis auf eine klinisch manifeste körperliche Veränderung im Sinne der klinischen Pathologie gibt. Den Namen Funktionsdiagnose verdient sie sich, weil sie uns einen bildhaften Ausdruck auf der Ebene der Organfunktionen geben kann – von Darm und Schleimhaut, Stoffwechsel und Herz, Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle.
Anhand von Blutuntersuchungen bekomme ich einen individuellen und umfassenden Eindruck von dem Zustand der Organe, eventuellen biochemischen Defiziten oder Vitaminmangelzuständen. Durch Stuhluntersuchungen werden eventuelle Dysbalancen aufgedeckt und spezielle Marker zeigen Entzündungen oder Undurchlässigkeiten auf. Parasiten oder Pilze können hierbei auch untersucht werden. Die Speicheldiagnostik hat sich besonders im Rahmen der Hormonuntersuchungen bewährt. Vor allem bei Beschwerden im Hormonhaushalt ist dies das Mittel der Wahl.
Die Iridologie ist ein hinweisdiagnostisches Verfahren, das aus Aussehen und Veränderungen der Iris Erkenntnisse gewinnt, die im Kontext der Patientenbefragung (Anamnese) für bestimmte Rezepturen und weiterführende Maßnahmen wegweisend sein können. Bei der Diagnose können auch zusätzlich die Sklera (Lederhaut), Kornea (Hornhaut), die Lider und Wimpern etc. mit einbezogen.

Grundlage ist die Vorstellung, dass sich der gesamte Organismus mit allen seinen Organen in der Iris widerspiegelt: rechtsseitige Organe im rechten Auge, linksseitige im linken. Die Iris wird dabei wie eine Landkarte in verschiedene Zonen unterteilt, denen die entsprechenden Organe zugeordnet sind. Iriszeichen (Lakunen, Defektzeichen, Pigmente etc.) geben Auskunft über genetische Veranlagungen und erworbene Belastungen. In die Diagnose fließen außerdem die Bestimmung der Konstitution (erbliche Veranlagung), der Disposition (Neigung, gewisse Krankheiten zu entwickeln) und die Diathese (Neigung zu gewissen krankhaften Reaktionen) des Patienten ein.

Naturheilkundliche Therapien möchten Symptome des Körpers minimieren. In ihrer ganzheitlichen Beziehung zum Körper werden diverse Signale durch die Aktivierung der körpereigenen Regenerationsmöglichkeiten gebessert. Verschiedene Therapieverfahren stehen uns zur Verfügung:

Trotz unzähliger Diäten fällt es vielen Menschen schwer, ihr Wunschgewicht zu erreichen und dauerhaft zu halten. Die Hauptgründe hierfür sind falsche Gewohnheiten, ein geschwächter Stoffwechsel und ein überlastetes Drüsensystem. Um optimal funktionieren zu können, benötig Ihr Körper eine maßgeschneiderte Ernährung. Genau das bietet das gesund & aktiv-Stoffwechselprogramm in Verbindung mit der individuellen Beratung. Nicht nur zur Gewichtsreduktion sondern auch als generelle Ernährungsumstellung für ein besseres Wohlbefinden.
Über Jahrzehnte entwickelte, ausgewogene Kompositionen mehrerer, auf ein Krankheitsbild abgestimmter homöopathischer Einzelwirkstoffe ergänzen sich synergistisch. Homöopathie ist eine Reiz-Regulationstherapie, bei der durch die Gabe homöopathischer Arzneistoffe die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt werden. In den Synergonen werden die spezifischen Reize der Einzelmittel synergistisch kombiniert, um den Heilungsprozess zu verstärken und den Organismus in Richtung einer Besserung hin umzustimmen.
In unserem Darm haben wir Billionen von verschiedenen Bakterien. Das ist mehr, als wir auf der Haut haben. Eine wichtige Funktion des Darms ist die Fermentation durch Bakterien. Ein Ungleichgewicht in diesem Bereich hat oft schwere gesundheitliche Folgen. Eine ganzheitliche Darmsanierung ist auf drei Schwerpunkten aufgebaut:
1. Reinigung des Darms, 2. Stärkung aller Verdauungsorgane, vor allem aber
Stärkung der Leber, und 3. Aufbau einer gesunden Darmflora.
In der Regel dauert eine Darmsanierung zwischen 6 – 8 Wochen (bei
schwerwiegenden Beschwerden manchmal auch länger).
Die französische Methode der Ohrakupunktur (es gibt auch die der Traditionellen Chinesischen Medizin, die sich u. a. in der Punktelokalisation unterscheidet) wurde von dem französischen Arzt Paul Nogier (1908–1996) begründet und erstmals 1956 auf einem Akupunktur-Kongress vorgestellt. Die Ohrakupunktur ist eine ganzheitliche, vielseitig einsetzbare und in der Regel gut verträgliche Therapieform. Zu den Anwendungsmöglichkeiten zählen nach den Beobachtungen einzelner Therapeuten u. a. Raucherentwöhnung oder Gewichtsreduktion, aber auch eine Vielzahl von Erkrankungen wie z. B. Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems und Erkrankungen des Magen-Darmtraktes.
Die Eigenbluttherapie gehört als unspezifische Reiztherapie (Umstimmungstherapie) zu den klassischen naturheilkundlichen Verfahren. Bei der Eigenbluttherapie wird Blut aus der Vene entnommen und in den Muskel oder die Haut zurückgespritzt. Das eigene Blut wird nach dem Aufenthalt außerhalb des Körpers von diesem als „fremd“ angesehen und löst so eine Immunreaktion des Körpers aus bzw. stimuliert dessen körpereigene Abwehr. In der Regel werden 8 – 18 Behandlungen durchgeführt. Je nach Erkrankung sind ein Termin oder mehrere pro Woche sinnvoll. Die Eigenbluttherapie hat sich aus naturheilkundlicher Sicht bei einer Vielzahl von Erkrankungen bewährt. Dazu zählen beispielsweise Abwehrschwäche, Allergien (z. B. Heuschnupfen) und Asthma bronchiale.
Im Jahr 1841 beschrieb der deutsche Physiker Schönbein ein farbloses Gas, das er wegen seines strengen Geruchs „Ozon“ (griech. ozein = ich rieche) nannte. Werner von Siemens gelang es 16 Jahre später erstmalig, Ozon auf elektrischem Wege in größeren Mengen herzustellen. Ozon ist die energiereiche Form des Sauerstoffs (O3). Medizinisches Ozon wirkt desinfizierend (bakterizid, viruzid, fungizid), entzündungshemmend und immunstimulierend. Dieser Effekt wird besonders bei der Behandlung von schlecht heilenden Wunden, z. B. Ulcus cruris („offenes Bein“), genutzt. Ozon verbessert vielfach die Fließeigenschaften des Blutes und die Sauerstoffversorgung des Gewebes. Außerdem kann Ozon den Abbau ausscheidungspflichtiger Substanzen wie Harnsäure, Harnstoff und Kreatinin sowie von Cholesterinen und Neutralfetten unterstützen.
Der Engländer Dr. Ewald Bach hat im letzten Jahrhundert das Wesen bestimmter Blüten erkundet und deren Heilwirkungen erkannt. Nur wenn Körper, Seele und Geist im Einklang sind, ist Gesundheit möglich. Individuell abgestimmte Blütenmischungen sollen Seele und Körper wieder in Harmonie miteinander bringen. Daher sprach Bach auch von den kleinen Seelenhelfern.
Colon ist der Fachausdruck für den Dickdarm. Hydro kommt vom griechischen hydor und bedeutet Wasser. Hier wird also mit Wasser der Darm gereinigt. Seit Jahrtausenden ist eine Darmreinigung üblich und wird auch bis heute in den Naturvölkern praktiziert. Die Funktion des Darms ist es, das Wasser und die Elektrolyte aus dem „Speise-Verdauungs-Brei“ zu resorbieren. Um diese Funktion zu erhalten, ist es wichtig, einen von Rückständen freien Darm zu haben. Danach können die Nährstoffe wieder optimal in den Körperkreislauf gelangen. Darmbeschwerden sind oft nach wenigen Sitzungen passé und ein großer Baustein für die stabile Gesundheit ist gelegt. Die Behandlung wird am entspannt liegenden Patienten durchgeführt. Sie ist angenehm, entspannend, geruchlos und völlig hygienisch, da ein in sich geschlossenes System verwendet wird. Sie dauert etwa eine Stunde lang.
Der Therapie zugrunde liegt die Annahme, dass die seitliche Fußansicht eines Menschen seiner sitzenden Silhouette gleichen soll (der große Zeh als Kopf, der Ballen als Krümmung der Wirbelsäule u. s. w.). Dabei entspricht der rechte Fuß der rechten Körperhälfte, der linke Fuß der linken. Werden diese Körperzonen auf den Füßen stimuliert, können wir als Therapeuten, wie wir glauben, so entweder Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen unseres Patienten ziehen oder Einfluss auf dessen Gesundheit und Wohlbefinden nehmen.
Unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes können bei einer Infusion die
Wirkstoffe direkt dort ansetzen, wo es nötig erscheint: an der Zelle. Bei Erschöpfungszuständen und bestimmten Krankheitsbildern führe ich in der Praxis verschiedene Infusionsbehandlungen durch. Eine Infusionsbehandlung bedeutet generell, dass Medikamente, Vitamine oder Mineralien direkt über die Vene in den Organismus gegeben werden. Zu der am häufigsten in meiner Praxis durchgeführten Infusionsbehandlung zählt der sogenannte Myers‘ Cocktail.
Der Arzt Ferdinand Huneke entdeckte 1925, dass die Injektion (Einspritzung) eines örtlich betäubend wirkenden Mittels nicht nur ein begrenztes Gewebegebiet vorübergehend schmerzunempfindlich macht, sondern Schmerzen sogar mitunter anhaltend heilen kann. Gemeinsam mit seinem Bruder Walter begann er, dieses Phänomen zu erforschen. Die Neuraltherapie geht in ihrer Theorie davon aus, dass örtlich begrenzte Reizzustände, sogenannte Störfelder, Nervenbahnen so reizen können, dass sie auch in entfernten Körperregionen chronische Beschwerden auslösen und in Gang halten können. Dabei kann, wie wir glauben, jede krankhaft veränderte Stelle des Körpers und jedes krankhaft veränderte Organ zum Störfeld werden.
Die ganzheitliche Frauenheilkunde sieht die moderne Frau im Zusammenspiel aus Familie, Beruf, persönlichen Wünschen und gesundheitlichen sowie hormonellen Voraussetzungen. Zyklus & Co., Hormone und hormonelle Dysbalancen, Wechseljahresbeschwerden, Schilddrüsenprobleme, Myome, Endometriose, Kinderwunsch und Schwangerschaft werden mit verschiedenen Phytotherapeutika und individuellen Therapieverfahren in Angriff genommen.

Ausleitungs verfahren

Diagnose
Therapie

Ausleitungsverfahren werden oft begleitend zu Therapien eingesetzt. Bereits Pfarrer Kneipp oder Hildegard von Bingen hatten die Erkenntnis, dass Stoffwechselendprodukte oder auch Gifte im Gewebe abgelagert werden. Zur Anregung der Entgiftung des Körpers können verschiedene Therapien angewandt werden.
Ab- und ausleitende Therapieverfahren dienen der Entgiftung und Entschlackung des Körpers, seiner Reinigung von Stoffwechselendprodukten oder Toxinen (Giftstoffen). Die Vorstellung, schädliche Stoffe aus dem Körper ausleiten und damit Krankheiten heilen zu können, ist uralt.
Grundsätzlich unterschieden werden die Aus- und Ableitung über die Haut, die Ableitung über den Darm, über Leber und Galle, über die Nieren und das Lymphsystem (s. u.). Zu den allgemein positiven Wirkungen der Verfahren zählen die Entlastung des Stoffwechsels, die Förderung von Ausscheidungs- und Entgiftungsprozessen, die positive Beeinflussung von Schmerzzuständen und psychischen Belastungen, die Reinigung von Blut, Lymphe und umgebenden Geweben und die Stärkung und Harmonisierung des Immunsystems.

Die Schröpftherapie gehört zu den ältesten Heilbehandlungen überhaupt – erste Hinweise darauf finden sich schon 3000 v. Chr.
Unterschieden wird zwischen blutigem Schröpfen, trockenem Schröpfen und der Schröpfkopfmassage. Die Wirkung richtete sich nach der Methode. Grundsätzlich werden die Durchblutung in dem geschröpften Gebiet angeregt, der Stoffwechsel und damit der Abtransport von schädigenden Stoffwechselendprodukten verbessert, Schmerzen und Verspannungen gelindert und die Selbstregulation des Körpers unterstützt.
Beim Aderlass darf der verschlackte Teil des Blutes abfließen. Die Menge variiert je nach Art des Aderlasses, des Krankheitsbildes und der körperlichen und seelischen Verfassung des Patienten. Der Aderlass unterstützt die Ausleitung schädigender Stoffe und wirkt antientzündlich, krampflösend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und beruhigend. Nach dem Aderlass dürfen sich Patienten bei einem Frühstück nach Hildegard von Bingen und einem Fenchel-Tee erholen.
Die Blutegel-Therapie kommt einem sanften Aderlass gleich. Zusätzlich finden sich im Speichel der speziell für medizinische Zwecke gezüchteten Egel über 20 verschiedene Substanzen unterschiedlichster Wirkung und Wechselwirkung, die sich die Therapie zunutze macht.
Bei dem von Carl Baunscheidt (1809–1973) entwickelten Verfahren werden mit Hilfe eines „Stichelgeräts“ kleine Hautöffnungen geschaffen, über die krankmachende Stoffe aus dem Körper entweichen können. Ein spezielles, hautreizendes Öl (Baunscheidt-Öl) unterstützt die durchblutungsfördernde, lymphflussanregende, tonisierende (kräftigende) und immunstärkende Wirkung.
Bei dieser einfachen, aber sehr wirksamen Therapie werden alle drei Zonen der Nasenmuschel mit einem ölgetränkten Wattestäbchen zart massiert. Bei Erkrankungen der Nebenhöhlen ist dies eine sehr angenehme Behandlung, bei der lästiger Schleim wunderbar abfließen kann. Der Kopf wird frei und die Atmung erleichtert. Nasenreflextherapie ist darüber hinaus aber auch eine Ganzheitstherapie, über die ich z. B. die Magen-Darm-Region oder den Beckenraum (Sexualorgane) therapeutisch erreichen kann.
Nach den Theorien der Ganzheitsmedizin gilt es, vor allen anderen ganzheitlichen Therapiemaßnahmen, eine Entgiftungs- und Ausleitungstherapie als Basismaßnahme durchzuführen. Sie hat das Ziel, chronischen Prozessen vorzubeugen und bei bestehenden Manifestationen von Übergiftungen Linderung und positive Beeinflussung zu erreichen. Hier bietet die ganzheitlich orientierte Naturheilkunde eine Fülle von Behandlungsoptionen. Eine Ausleitungstherapie sollte normalerweise 2-mal jährlich (Frühjahr und Herbst) durchgeführt werden.